Captcha Warnung

Aus aktuellem Anlass möchten wir auf eine kritische Sicherheitsgefahr im Zusammenhang mit vermeintlichen Captcha-Abfragen hinweisen.

Kriminelle nutzen derzeit gefälschte oder manipulierte Captchas, um Schadsoftware auf Computern auszuführen. Dabei werden Nutzer aufgefordert, Inhalte aus einem Captcha oder einer Webseite zu kopieren und anschließend über Windows-Taste + R, Strg + V und Enter auszuführen.

Beispiel eines Captchas – meist ist ein schlecht lesbarer Text in ein entsprechendes Feld einzugeben.

Ein seriöses Captcha dient ausschließlich der Überprüfung, ob eine Eingabe von einem Menschen stammt. Es fordert niemals dazu auf, Befehle auszuführen, Inhalte in das Windows-Ausführen-Fenster einzufügen oder Änderungen am System vorzunehmen.

Warum ist das gefährlich?

Bei dieser Betrugsmasche wird anstelle eines harmlosen Textes ein versteckter Befehl in die Zwischenablage kopiert. Wird dieser anschließend über Windows-Taste + R eingefügt und ausgeführt, kann Schadsoftware unmittelbar auf dem Computer gestartet werden.

Mögliche Folgen

Ein solches Vorgehen kann unter anderen dazu führen, dass:

  • Schadsoftware wie Trojaner oder Ransomware installiert wird,
  • Passwörter, E-Mails oder andere vertrauliche Daten ausgespäht werden,
  • der Computer oder das Benutzerkonto kompromittiert wird,
  • Daten verloren gehen oder verschlüsselt werden,
  • es zu Datenverlust, Betriebsunterbrechungen und hohem wirtschaftlichem Schaden kommt

In vielen Fällen bleibt der Angriff zunächst bzw. bemerken Betroffene den Angriff nicht sofort.

So schützen Sie sich

  • Führen Sie niemals Befehle aus, die Ihnen im Zusammenhang mit einem Captcha oder einer Webseite angezeigt werden.
  • Kopieren Sie keine Inhalte aus einem Captcha oder einer Webseite in das Ausführen-Fenster (Windows-Taste + R), die Eingabeaufforderung oder PowerShell.
  • Brechen Sie den Vorgang im Zweifel sofort ab und schließen Sie die betreffende Webseite.
  • Wenden Sie sich bei Unsicherheiten an Ihren IT-Dienstleister oder EDV-Betreuer.

Ihre Aufmerksamkeit ist ein wichtiger Beitrag zum Schutz Ihrer Daten und Systeme. Bereits wenige Sekunden Vorsicht können verhindern, dass Schadsoftware installiert oder vertrauliche Informationen gestohlen werden.

Was ist wirklich gute Antivirensoftware?

Wer heute im Internet surft oder andere Dinge erledigt, benötigt in der Regel einen Virenschutz. Die erste Frage wäre, wie viel man für eine Antivirensoftware ausgeben möchte. Windows 10 bringt mit der Installation bereits den Defender mit. Dieser Virenschutz ist kostenlos und schützt den normalen, umsichtigen User ausreichend vor Malware und Virenbefall. Mit dieser Meinung steht NETPOLTE nicht alleine da. Robert O’Callahan, ehemaliger Entwickler bei Firefox, meint: „Anbieter von Antivirus-Software sind schrecklich. Kauft keine Antivirus-Software und deinstalliert sie, falls ihr schon eine habt.“ – mit Ausnahme der Antiviren-Programme von Microsoft für Windows.

Der Herr Robert O’Callahan weiß sicher, was er vor dem Rechner tut. Auch Benutzer, welche sich der möglichen Risiken bewusst sind, haben in den letzten Jahren ihr Abo für die Antivirensoftware gekündigt. Kinder hingegen sind mögliche Risiken nicht bewusst und es entsteht somit ein anderes Szenario. Hier ist aber sicher erst einmal zu hinterfragen ob Kinder mit Administratorrechten auf den Computer hantieren müssen. Auch Anwender welche mit Fragen der Sicherheit nicht „belästigt“ werden möchten setzen meist auf eine Bezahlversion. Was aber IMHO immer ausgeschlossen werden muss, sind kostenlose Virenprogramme von Drittanbietern. Diese nerven in der Regel mit ständiger Werbung und Kaufoptionen oder bieten fragwürdige Zusatzfunktionen an.

Keinen ist geholfen, wenn Fehlalarme den Arbeitsablauf stören oder nervige Nachrichten vom Virenschutz eingeblendet werden. Die Marketingabteilungen denken vielleicht das sich Ihr Produkt ständig in Erinnerung rufen muss umso auf deren Wichtigkeit hinzudeuten. Auch gibt es Virenprogramme welche ressourcenfressend und langsam sind und dadurch die Rechenleistung rauben.
Welche Antivirensoftware nun der Beste ist soll an dieser Stelle nicht bewertet werden. Anbieter gibt es genügend. Mit AVG, Avast, Avira, G Data, Kaspersky, Norton, Eset*, Panda, Trendmicro, McAfee, etc. ist der Markt reichhaltig. Mehrheitlich gibt es bei kommerziellen Anbietern jenseits der reinen Schutzleistung meist einen Mehrwert. Ob sinnvoll oder nicht sei dahingestellt. Am Ende zählt wie die Software im Ernstfall Malware vom Rechner fernhält.

Performante und aus der Ferne administrierbare Versionen von Antivirensoftware sind aber ihr Geld wert. Leider nur für den Businessbereich erhältlich. Auch hier ist ESET* positiv zu erwähnen. Probleme werden erkannt, bevor sie zum Ärgernis werden: Der EDV-Betreuer erhält automatisch eine Nachricht, sobald beim Kunden etwas nicht wie erwartet funktioniert. So zum Beispiel, wenn Updates fehlen oder ein Virenalarm ausgelöst wurde. 

Für weitere Fragen steht Ihnen ein Experte von NETPOLTE – EDV Service mit Rat und Tat zur Seite. Rufen Sie an oder Schreiben Sie eine E-Mail. Gerne werden wir Ihnen helfen.

Eine klare Empfehlung (Warnung) aus der Ausgabe der c`t 3/2019 welche NETPOLTE – EDV Service gerne teilt. Der McAfee Virenwächter ist nicht zu empfehlen!

*von NETPOLTE – EDV Dienstleistungen empfohlen.